Bild Kupferstich Neustadt Orla

046 VEB Schweinezucht und -mast

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Die Veröffentlichung dieses Interviews mussten wir auf Velangen des Vorsitzenden des Dorf- und Heimatvereins Schöndorf e.v. (Androhen eines Verfahrens) einstellen, obwohl wir die Herstellung dieser Dokumentation im Auftrag dieses Vereines erstellt haben.

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  1. Wie kam es zu der Entscheidung in der Nähe von Neustadt an der Orla eine neue Schweinemastanlage zu bauen?
  2. Projektierung
  3. Auswahlkriterien
  4. Bezeichnung der Anlage
  5. Bauphase
  6. Erstbelegung (Zucht)
  7. Futter
  8. Hygiene
  9. Was geschieht mit 26000 t Lebendvieh?
  10. Gülle
  11. Belastung für umliegende Dörfer und Natur
  12. Ausbildung/Lehrausbildung
  13. Soziales
  14. Arbeitskräfte
  15. Sport
  16. Urlaub und Erholung
  17. Eisenbahnanschluss ( Nicht realisiert )
  18. Technische Daten auf einen Blick
  19. Das Aus für die Anlage

1. Wie kam es zu der Entscheidung, hier eine neue Schweinezucht und - mastanlage zu bauen?

In den 1970-er Jahren erfolgte in der früheren DDR der Übergang zur industriemäßigen Produktion  in der Landwirtschaft. Damit konnte die Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsgütern aus eigener Produktion stabilisiert und verbessert werden. Unter dem Dach des Kombinates  „Kombinat Industrielle Mast“ mit Sitz in Berlin wurden landesweit  Großanlagen für Eierproduktion, Geflügelfleischproduktion (Broiler), Rindermast und Schweineproduktion als staatliche Betriebe (VEB) errichtet. Dort, wo eine hohe Bevölkerungskonzentration war, z. B. Neustadt an der Orla, Kahla, Saalfeld, Rudolstadt,  Jena, sollte die Fleischversorgung gesichert werden.

2. Projektierung (Gesamtes Objekt)

Die Anlage wurde auf der Basis der technologischen und ökonomischen Forschungsergebnisse des Forschungszentrums Dummerstorf von der Landbauprojektierung Potsdam erstellt.

Der Bau wurde von dem Kombinat Industrieller Mast (Sitz Berlin) koordiniert.

  • Generalauftragnehmer = Landbaukombinat Gera
  • Hauptauftragnehmer für Erdarbeiten - Meliorationsbau Gera
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Gesamtanlage

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3. Auswahlkriterien

An den Standort der Schweinezucht und – mastanlage waren hohe Anforderungen gestellt.

  • 70 ha Fläche wurden benötigt
  • Geringe Besiedlung in der Umgebung der Anlage
  • Weira, Quaschwitz, Linda, lagen in der Windrichtung.
  • Kein Ackerland verbrauchen, daraus folgte: Bau mitten im Wald errichten
  • Geringe Gefahr von Seuchenübertragung
  • Vorhandene Zulieferbetriebe  (z.B. Futter) und Verarbeitungsbetriebe (z.B. Fleischverarbeitung) in der Nähe

Weitere Voraussetzungen mussten erst geschaffen werden:

  • Qualifizierte Arbeitskräfte – Neustadt-Süd entsteht
  • Transportwege & Straßen wurden gebaut
  • Zulieferung von Wasser und Elektroenergie
  • Güllebewirtschaftung - Hier wurde Neuland betreten

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4. Bezeichnung der Anlage - ist eine reine Projektanten Benennung.

S = Schwein

S111 = 6 Ställe mit 340 m Länge für Schweinezucht

S112 = 2mal 6 Ställe je 340m  x 24 m  für die Zucht. ( 100.000 Plätze)

S114 = Mast (81.000 Plätze) 10 Ställe mit je 290m x 24 m

S110 = Zucht mit Mastanlage  (181.000 Stallplätze)

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5. Bauphase

 

Der VEB Schweinezucht und –mast  Neustadt/Orla wurde nach 3-jähriger Bauzeit 1978 in Betrieb genommen. Er erreichte 1985 bis 1989 mit mehr als 25.000 t Mastschweinen das Produktionsziel und musste  1991 die Produktion einstellen.

1.8.1973

 

1973

 Der Rat des Bezirkes Gera beschließt den Bau einer S-110-Anlage

 Im Oktober erhielt Herr Ronald Petzold den Auftrag vom Rat des Bezirkes Gera, Bereich Landwirtschaft, als Aufbauleiter zur Errichtung  einer Schweinezucht- und Mastanlage im Bezirk Gera tätig zu werden. Der Sitz der  Aufbauleitung befand sich in Knau.

02.01.1974    Es wurden Baugrunduntersuchung  und Vermessungsarbeiten durchgeführt.
28.1.1974

 

Beginn der Bauarbeiten (Einschlag von 70 ha Wald)

 

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Der Meliorationsbau erschloss ein Straßennetz und begann mit dem  Erdbauprojekt. Es galt Höhenunterschiede von 5-6 Metern zu ebnen. 

Das Landbaukombinat Gera und der Baubetrieb ZBO Pößneck begannen mit den ersten Hochbauten.

 

Freiwillig halfen  Schüler der 9. und 10. Klassenstufe aus der Neustädter Polytechnischen Oberschule Friedrich Schiller in den Ferien im Rahmen der "Lager für Arbeit und Erholung" beim Aufbau.

 

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 Juli 1974

 Es wurde eine Baustromversorgung ab Ortslage Quaschwitz errichtet.   ( Trockentrafo 500 KW )

Im September 1974 wurde aus einem naheliegenden Teich die erste Bauwasserversorgung realisiert.

1975

 Vom Oktober bis Juni entstand ein Bohrbrunnen bei Kolba und 8 km  Wasserleitung mit Zwischenpumpwerken in Kolba, Oberoppurg und Quaschwitz.

 

27. Mai 1976

Die Baustelle wurde zum Bezirks - Jugendobjekt erklärt und mit dem  Ehrenbanner der FDJ ausgezeichnet.

 

1974 bis 76

Im Rahmen der internationalen Studentenlager unterstützten   Studentinnen und Studenten  aus Polen, der Sowjetunion, CSSR,  Ungarn, der UNI Jena die Bauarbeiter im Sommer .

 

1978

(April) Produktionsbeginn durch kontinuierliche Zuführungen von Jungsauen aus bestehenden Zuchtanlagen      ( 11.731 Sauen )

 

 

1985

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Die geplanten 25.000 t Mastschweineproduktion wurde überschritten.

 

8.2.1991

letzte Ferkelgeburten

 

29.5.1991 Die letzten Schweine werden verladen.

 

(Quelle: Prange u. Petzold Universität Halle – Institut f. Tierzucht)

 

Technische Parameter:

-       814 Arbeitskräfte ( zum Teil im 3-Schicht-System )

-       320 t Futter je Tag

-       112.540 GJ je Jahr Elektroenergie ( 1989 )

-       410.445 GJ je Jahr Heizungsenergie ( 1987 )

-       1.125.690 qm Wasser       je Jahr ( 1987 )

-       1.116.000 qm Gülle je Jahr ( 1988 ) ( entspricht ca. 650.000 Einwohnergleichwerten )

 

Das SZM wurde mit der Belegung im geschlossenen System bewirtschaftet, so dass neben den erforderlichen Betriebsmitteln ( Futter, Wasser, Wärme ) von außen nur noch Sperma zugeführt worden ist.

( Quelle: ebenda )

 

Wichtige Nebeneinrichtungen im Betrieb waren:

 

-       Fuhrpark

-       Werkstätten

-       Baubetrieb

-       Sägewerk

-       Rationalisierungsmittelbau

 

Kosten:    Das war insgesamt ein Bauaufwand von 600 Millionen Mark der DDR.

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6. Erstbelegung ( Zucht )

Am 28. April 1978 konnte die Produktion mit dem  Zukauf von Jungsauen aufgenommen werden. Produktion und Bau liefen nun parallel.

 

4 Zuchtbetriebe haben die Erstbelegung mit Jungsauen unterstützt.  ( z.B. Beutenberg bei Leipzig, um gute Jungsauen zur Verfügung zu stellen )

schema.jpg - 50.94 KBZüchtung

 

Zwölf Mitarbeiter haben die ganze Züchtungsarbeit erledigt. Produktion und Züchtung ergänzten sich gegenseitig. Die Sauen wurden künstlich besamt.

 

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7. Futter

Es wurden etwa 10 Sorten Futter  (am Tag 320 t) verabreicht. Im Jahr 120 000 bis 125 000 t. Das Mischfutter wurde vom Mischfutterwerk Niederpöllnitz angeliefert.

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Futterwagen im Jungsauenbereich

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8. Hygiene

Jeder musste frisch geduscht die Ställe betreten und erhielt komplett frische Wäsche.

Jedes Blatt Papier, das in den so genannten Weißbereich musste, wurde seuchentechnisch bearbeitet.

Für Ersatzteile, Maschinen und Geräte galt das Gleiche. Sie mussten durch eine Großschleuse.

Die Kontrolle des Hygiene- und Seuchenschutzprogramms erfolgte durch das Forschungszentrum in Dummerstorf bei Rostock und die Karl - Marx - Universität in Leipzig.

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9. Was geschieht mit 26000 t Lebendvieh?

Jede Woche wurden ca. 4000 Schweine an das Fleischkombinat Gera verkauft und in den  Schlachtbetrieben in Rudolstadt, Gera und Jena  verarbeitet.

Das SZM war bis 1990 nur Produzent und hatte keinen weitern Einfluss auf Verarbeitung, Vertrieb bzw. Export. Danach wurde Im Rahmen des Rückfahrens der Anlage auch Lebendvieh exportiert.

Ende der 80iger Jahre wurden auch Mastläufer, minderer Qualität, zur  Versorgung verschiedener Garnisonen der Sowjetarmee bereitgestellt. Dazu gab es eine vertragliche Vereinbarung.

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10. Gülle

Bei 175 000 Schweinen von der Zuchtsau über Ferkel bis zum Mastschwein fallen am Tag 3000 m3 Rohgülle an. Nach dem damaligen Stand der Technik wurde die Gülle zwei  Behältern zugeführt, die jeweils 3000 m3 fassten. Die Rohgülle lagerte einen Tag im Sammelbehälter. Die enthaltenen Feststoffe setzten sich ab und wurden mit Dekantern von der flüssigen Phase getrennt.

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1. Stufe der Gülleaufbereitung

Die Dekanter holten aus der Gülle ca. 100 t Feststoffe mit Trockensubstanzgehalt von 30-33% heraus. Das waren fast ausschließlich Schalen aus dem Mischfutter und wurden als Dünger auf die Felder gebracht.

Die verbleibende Flüssiggülle wurde 48 Stunden mit Luft versetzt und der sich bildende Bioschlamm in einen  50.000 m3 Behälter gebracht (2. Stufe).

 

 

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Bioschlammbehälter

 

Die noch übrigen 2000 m3 wurden durch die 3. biologische Stufe in 8 Teichen in der Nähe von Plothen über einen Zeitraum von 365 Tagen aufbereitet. Das verbleibende Wasser wurde verregnet   bzw. zum Einleiten in die Saale eingeleitet. Die Wasserabgabe wurde von der Wasserwirtschaft auf die Normen kontrolliert und die Abgabemenge festgelegt. Am Ende der biologischen  Aufbereitung war das Wasser für eingesetzte Fische verträglich.

Verregnungsanlagen waren in Bucha, Tausa , Plothen, Schöndorf und Volkmannsdorf verlegt. Bei diesem Verfahren entweicht Ammoniak.7 teich.jpg - 53.91 KB

 

Um die Schweinezucht und - mastanlage herum standen vorrangig Fichtenbestände, die besonders empfindlich auf Ammoniak reagieren.

Die Stallluft enthält ebenfalls Ammoniak, das diese Baumbestände geschädigt hat.

Das wurde letzten Endes auch immer wieder zum Gegenstand der Diskussion in der Bevölkerung, weil dieser Geruch zum Teil in den Wohngebieten zu spüren war.

 

In der heutigen Zeit wird die Gülle in Biogasanlagen aufbereitet. Dabei entsteht Biogas, das keinen Ammoniak enthält.

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11 . Belastung für umliegende Dörfer

Für die Anwohner der nahe gelegenen Gemeinden, wo es häufig nach Schweinestall gerochen hat, war das eine enorme Belastung. Quaschwitz und Weira waren besonders betroffen.

1989/90 hat sich die Bevölkerung vehement gegen die Luftverschmutzung gewehrt.

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12.  Ausbildung/Lehrausbildung

Ab 1974 wurden Lehrlinge gewonnen und in anderen Zuchtbetrieben ausgebildet, damit dann die erforderlichen Mitarbeiter zur Verfügung standen. Die Ausbildung der Lehrlinge erfolgte eigenständig im Betrieb. Am Anfang waren es bis zu 100 Lehrlinge. Später waren es ca. 50 bis 60 Lehrlinge.

 

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Die Lehrlinge waren im Appartementhaus in Neustadt untergebracht. Bad und kleine Küche waren vorhanden. Dort konnten 60 Lehrlinge wohnen. Dazu gab es fünf Erzieher.

 

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 In der Anlage arbeiteten 8 Lehrausbilder.  90% der im Betrieb Beschäftigten hatten eine abgeschlossene Berufsausbildung.

Im Betrieb waren sechs promovierte Mitarbeiter und 22 Diplomlandwirte.

 

Das SZM war der Patenbetrieb der Polytechnischen Oberschule "Karl-Marx" in Neustadt an der Orla.

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13. Soziales

Es gab auf dem Betriebsgelände eine Schwesternstation, einen Betriebsarzt der sich drei bis viermal in der Woche um die Belegschaft kümmerte. Ebenso gab es eine Zahnarztpraxis,  eine Sauna und  Physiotherapeuten.

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Ein Kindergarten mit 30 Plätzen wurde gebaut. Die Frauen wurden mit ihren Kindern  mit dem „Mutti – Bus“ von Neustadt abgeholt.

 

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 Zur besseren Versorgung der Mitarbeiter wurde ein Schlachthaus gebaut. Wurst und Fleisch  konnte die Belegschaft dort günstig einkaufen.

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14. Arbeitskräfte

Eigens deshalb entstand in Neustadt ein neues Wohngebiet.

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Die erforderlichen Arbeitskräfte wurden zum größten Teil mit Buslinien von ihren verstreuten 41 Wohnorten zum Betrieb gefahren. Ebenso gab es im Betrieb einen eigenen Fuhrbetrieb für Personen- und Güterverkehr.

 

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15. Sport

Es gab eine Motorsport - Abteilung mit 10 bis 12 Motorrädern. Der MSV Neustadt. Der Betrieb hatte noch zehn Pferde in Neustadt. Dafür wurde auch eine Reithalle gebaut.

In Neustadt – Süd wurde die Wohn - Sportgemeinschaft gefördert.

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16. Urlaub und Erholung

In Saaldorf hat sich die Schweinezucht- und Mastanlage am Ferienobjekt mit drei Millionen Mark  beteiligt. Sie besaß dort Finnhütten. Auf der Insel Usedom beteiligte sich der Betrieb am „ Waldhof“ in Trassenheide.

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17. Eisenbahnanschluss   - nicht vollendet (graue Linie)

 

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Zur Entlastung der Transportbelastung über die Straße wurde 1983/84 ein Anschlussgleis  ab Bahnhof Knau geplant.

 

 

120.000 t Futter im Jahr und bis zu 26.000 t Lebendvieh sowie 32.000 t Rohbraunkohle mussten jährlich per LKW transportiert werden.

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18.Technische Daten auf einen Blick

  •  Gesamtfläche des Betriebes einschließlich der 3. biologischen Stufe der Gülleaufbereitung umfasste 200 ha.
  • Zuchtanlage: 12 Hallen mit einer Länge von 340 Metern und 24 Metern Breite für 100.000 Tierplätze. In den fünf Hallen der Mastanlage waren 81.000 Plätze.
  • Investitionsaufwand: 600 Millionen Mark der DDR

         Ca. 50 Bau- und Ausrüstungsbetriebe waren am Aufbau beteiligt.

  •  Energieanschluss:  13 MW

          6000 Elektromotoren

         4 Notstromaggregate

  •  Länge der Güllekanäle:  36 km 
  • Heizwerk benötigte  32.000 t Braunkohle pro Jahr, die vom Neustädter Bahnhof transportiert wurden.

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Überblick:

1.8.73                   Rat des Bezirkes beschließt den Bau der Anlage

28.01.74               Vermessungsarbeiten

28.04.1978           Produktionsbeginn

05.10.78               erste Abferkelung

1978-84                Baugeschehen und Produktion laufen parallel

1984-85                Umstellung des Heizwerkes von Öl auf

                             Braunkohle

1990                     Schließung des Betriebes

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19. Das Aus für die Anlage

1988/89 wurden die Proteste wegen der Umweltbelastungen stärker.

 

Mündlich wurde zugetragen, dass die Schließung nicht ein Ergebnis der Proteste und Demonstrationen gewesen sei. Die Bauern in Bayern fürchteten die Konkurrenz und hätten auf ihre Landesregierung erfolgreich eingewirkt.

Der Ministerrat der DDR hat  dann am 26. September 1990 die Schließung der Anlage festgelegt. Der Treuhandanstalt wurde empfohlen, die Vorbereitungen dafür bis 31. Dezember 1992 zu treffen.

 

Am 30.6. 1990 waren im Betrieb noch 750 Beschäftigte, am 31.12. 1990    340 Beschäftigte.

Jeder musste einen eigenen Weg finden, um wieder in Lohn und Brot zu kommen.

Das wäre – wie bei vielen anderen Betrieben der Stadt – ein eigenes Kapitel.

Herr Petzold hat dann mit zwei Mitarbeitern in den folgenden sechs Jahren das Unternehmen abgewickelt und das heute dort befindliche Gewerbegebiet vorbereitet.

 

Quellen:

Hartmut Poser  ( aufgenommenes Interview mit Direktor Petzold )

Dorf- und Heimatverein Schöndorf  e.V.(Text und Fotos)

Petzold und Prange ( Universität Halle 02.08.1996 )

Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft Heft 8 / 2000  ( M. Steiner )

Ignaz Kiechle ( Bundeslandwirtschaftsminister)  24.10.1990

Thüringer Blätter zur Heimatkunde 2006 (64)

 

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